Woher kommt diese Methode?

Die Puppenspieltherapie oder Figurenspieltherapie, wie sie angelehnt an die Schweizer Bezeichnung auch in Deutschland jetzt manchmal benannt wird, ist vor allem eine handlungsbetonte Therapiemethode, bei der mit kreativen Mitteln seelische Belastungen und Traumatisierungen erfolgreich therapeutisch behandelt werden.

Hände nähen einer Bauernpuppe mit weißem Haar einen Knopf an das rote Hemd

In den achtziger Jahren entdeckte die Schweizer Künstlerin, Erzieherin und Puppenspielerin Käthy Wüthrich (Jahrgang 1931) die positiven und heilsamen Auswirkungen des Puppenspiels vor allem auf Kinder. Dies war das Fundament für die von ihr entwickelte tiefenpsychologisch ausgerichtete Therapieform, basierend auf den Werken von C. G. Jung. Die theoretischen Grundlagen des therapeutischen Puppenspiels schuf der Schweizer Psychologe Dr. Klaus Harter. Inzwischen gibt es in der Schweiz bereits zwei Schulen für Therapeutisches Figurenspiel mit einer dreijährigen Ausbildung.

In Deutschland arbeiteten seit 1994 Frau Dr. Gudrun Gauda (Diplompsychologin, Puppenspieltherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie) und ihr Ehemann Hansjürgen Gauda (freischaffender Künstler und Puppenspieltherapeut) in ihrem „Frankfurter Institut für Gestaltung und Kommunikation“ an der weiteren praktischen und wissenschaftlichen Aufbereitung dieser effektiven Therapieform. Von Frau Dr. Gudrun Gauda erschienen seit 1990 bereits viele Bücher über das Therapeutische Puppenspiel. Den Aktivitäten des Instituts ist es auch zu verdanken, dass sich die Methode des Therapeutischen Puppenspiels (nach Wüthrich/Gauda!) in Deutschland, Österreich und auch Luxemburg zunehmend weiter verbreitet hat. Das Ehepaar Gauda bot an seinem Institut in Frankfurt am Main seit 1996 bis zuletzt eine sehr intensive zweijährige Ausbildung zur Puppenspieltherapeutin bzw. zum Puppenspieltherapeuten an. Das Institut wurde im Januar 2019 aus Altersgründen geschlossen.

Weiterbildung heute

Eine neue, etwas anders konzipierte Fortbildung wird jetzt in Deutschland hier angeboten:

Fortbildungszentrum Köln-Kalk
Rolshover Straße 7–9
51105 Köln

Das aktuellste Curriculum:
Therapeutisches Puppenspiel – Zertifizierte Weiterbildung (PDF, 786 KB)

Frau Dr. Gudrun Gauda arbeitet zurzeit noch persönlich bei dieser von ihr und Frau Sonja Lenneke gemeinsam konzipierten Weiterbildung in Seminar-Form mit (siehe Curriculum).